Wir unterstützen die Aktion gegen die Erweiterung des Kraftwerkes in Altenstadt zum Müllverbrennungskraftwerk!

Die Firma „Heizkraftwerk Altenstadt GmbH & Co. KG“ hat beantragt, in ihrer Anlage, in der bereits Altholz (beschichtete Spanplatten, lackierte Hölzer etc.) verheizt wird, zusätzlich bis zu 50% Ersatzbrennstoffe aus Abfällen verbrennen zu dürfen, z. B. Teppichreste, Textilien oder Kunststoffe.

Die Demonstration der fast 350 besorgten BürgerInnen aus Schongau und dem Umland

war ein großer Erfolg

Die Route des Demonstrationszuges führte von Schongau-West bis direkt zum Kraftwerk Altenstadt

hier ist der Link zur Route:


Das Aktionsbündnis gegen die geplante Müllverbrennungsanlage Altenstadt veröffentlicht einen offenen Brief an Herrn Schuster, Inhaber des Heizkraftwerkes Altenstadt. In diesem Schreiben wird vor allem Transparenz gefordert. Die Bürgern haben das Recht auf vollständige Information über die geplante Müllverbrennungsanlage. Unklarheiten bestehen zum Beispiel über den Bezugsort des zu verbrennende Materials und über das Material selbst. Unter anderem haben Widersprüche das Interesse geweckt und aufmerksam werden lassen. Die Art und Weise in welcher das Verfahren abläuft, nämlich nicht öffentlich und im Schnellverfahren trägt nicht zum Verständnis und Akzeptanz für die Verbrennungsanlage bei. 

In einem Filmbeitrag werden die Fakten sehr anschaulich dargestellt

Das Aktionsbündnis wurde am 4. August 2020  in Peiting gegründet und setzt sich aus Vertretern der Politik, Verbänden und Bürgerinitiativen zusammen und möchte sicherstellen, dass die Gesellschaft und Ihre mündigen Bürger Ihr Recht auf Information erhalten. Wir als  sind Teil dieses Bündnisses und unterstützen die Wiederherstellung der Transparenz im Umgang mit wesentlichen Informationen, die unser aller Zukunft beeinflussen.

Deshalb demonstrierten wir in Altenstadt

  • Eine Anlage ohne Kraft-Wärme-Kopplung widerspricht allen Klimaschutzzielen: 70 % der eingesetzten Energie gehen als Abwärme in Luft und Lech!
  • Ersatzbrennstoffe sind vor allem Kunststoffe, die aus Erdöl gewonnen werden. Der erzeugte Strom kommt damit auch aus fossilen Brennstoffen!
  • Wir fordern volle Transparenz beim Genehmigungsverfahren! Das bean- tragte Schnellverfahren läuft ohne Beteiligung der Öffentlichkeit. Angaben über Art und Herkunft des Brennstoffs, die Abgasbelastung, Umfang der Kontrollen etc. können so nicht nachvollzogen und nicht hinterfragt werden.
  • Unsere Region darf nicht zur Müllbeseitigungsanlage Süddeutschlands verkommen! Schongau und Umgebung ertragen jetzt schon Gift und Gestank: Futtertrocknung, die Entsorgung von abgelaufenen Lebensmitteln und Klärschlamm bei Emter und die bereits genehmigte Verbrennung von Altholz beeinträchtigen schon heute die Lebensqualität der Anwohner. Auch Giftstoffe, deren Emission innerhalb der zulässigen Grenzwerte liegen, reichern sich im Boden an und gefährden die Existenz zahlreicher Biobauern. 


Die Mitglieder der „Aktionsgemeinschaft gegen die Müllverbrennungsanlage Altenstadt“ 

ALS – Bunte Liste für Schongau • .• Bündnis 90/Die Grünen (Kreisverband WM-SOG, Ortsgruppe SOG) • Bund Naturschutz (Kreisverband WM-SOG) • CSU (Stadtrats- fraktion Schongau) • DAS BESSERE MÜLLKONZEPT e.V. • Demeter-Arbeitsgruppe (WM-SOG) • DIE LINKE (Kreisverband Oberland) • Extinction Rebellion (Deutschland) • Freie Wähler (Kreistagsfraktion WM-SOG) • Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW (Kreisver- band WM-SOG/GAP) • Interessensgemeinschaft für gesunde Tiere (Kreisgruppe WM-SOG) • ÖDP (Kreisverband WM-SOG) • Parents for Future (Ortsgruppe Schongauerland) • SPD (Kreistagsfraktion WM-SOG, Ortsvereine Schongau und Peiting) • Umweltinitiative Pfaffenwinkel e.V. • Unabhängige Peitinger • Die Unabhängigen Peter Erhard (Vorsitzender der Kreistagsfraktion CSU/FDP/BP + Bürgermeister von Böbing), Natalia Gantner (Mitglied bei Fridays for Future), die Biobauern-Familien Jocher, Reßle, Wäsle und Wühr aus Schongau (Stand: 25. 8. 2020)